Schönheits Op Vorher Nachher Bilder (Fotos)

§ 11 Nr. 5 b Heilmittelwerbegesetz besagt: „Außerhalb der Fachkreise darf für … Behandlungen … nicht geworben werden … mit der bildlichen Darstellung … der Wirkung … einer Behandlung durch vergleichende Darstellung des Körperzustandes oder des Aussehens vor und nach der Anwendung. …“ Das bedeutet, dass werbende Fotos im Internet eigentlich verboten sind, wenn sie den Vorher Nachher Vergleich von Patienten der Schönheitspraxen zeigen. Das entsprechende Gesetz soll sowohl Konsumenten als auch die persönlichen Rechte von Patienten schützen.

Computerbilder sind digital gespeicherte Daten. Das Bild Material kann leicht mit einem Programm, wie Photoshop oder Gimp manipuliert werden. Viele Marketing Fotos sind in den Medien mit dieser Software verändert worden und zeigen dann übertriebene Behandlungserfolge. Durch Pressemeldungen, die mit solchen Clipart Bildern unterlegt sind, wird dann die Entscheidung für eine OP positiv beeinflusst. Frauen und Männer, die sich von der plastischen Chirurgie Hilfe bei ihren Schönheitsproblemen erhoffen, bekommen auf diese Weise oft ein völlig falsches Bild von den Möglichkeiten und Ergebnissen. Es ist für den Laien kaum wahrzunehmen, ob beispielsweise wirklich nur die Nase auf den Fotos verändert wurde oder nicht auch andere Bereiche. Mit dem Zeigen einer Galerie solcher Patientenbilder werden außerdem auch sehr persönliche Körperansichten zur Schau gestellt, die mancher als eklig empfindet und die der Moral widersprechen.

Allerdings kann man diese Verfahren auch nutzen, um einen kostenlosen Selbsttest am PC zu machen. Dann kann man sich statt einer Bildergalerie mit fremden Menschen, die Vorschau für die gewünschte Veränderung mit dem eigenen Foto als Grundlage ansehen. Für diese Computersimulation gibt es spezielle Software für Windows, die man teilweise auch kostenlos im Internet herunterladen oder in Foren nutzen kann. Zur Einarbeitung und bei Fragen gibt es im Internet Clips und Videos und meist auch einen Chat. Mithilfe des Computers lässt sich im Foto wahlweise eine längere oder schmalere Nase simulieren, ohne dass das restliche Gesicht sich ändert. Man kann gleich selber sehen, ob die Veränderung den gewünschten Erfolg bringt. Das Ausgangsfoto und die erfolgreiche Simulation kann man auf CD brennen und diese Beispiele zur Beratung beim Schönheitschirurgen mitbringen. Der Schönheitsarzt wird die Hintergründe für den gewünschten Eingriff erläutern und vielleicht auch ein Vorschau Video zur Operationstechnik zeigen.

Außerdem kann jede Klinik bei der Beratung eigene Behandlungsdokumentationen zeigen. Bilder von Operationsergebnissen werden jedoch ausschließlich anonymisiert und mit Einwilligung der betroffenen Patienten gezeigt. Anhand der selbst simulierten Bilder auf dem Computer und der Beratung durch die Klinik kann der Betroffene einfacher seine Entscheidung treffen.